Militärshooter, die den Spieler waffenstarrend durch feindliche Horden hetzen und blutige Kriege als Abenteuerspielplatz inszenieren, erfreuen sich großer Beliebtheit. This War of Mine wählt einen ganz neuen Ansatz und wagt die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem schwierigen Thema.

Der Spieler erhält die Kontrolle über eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, deren Zusammensetzung bei Spielstart entweder per Zufallsgenerator oder manuell bestimmt wird. Diese Gruppe hat zwar keinen Einfluss auf den Kriegsverlauf, muss aber durchhalten, bis die Kämpfe endlich beendet sind.

Das Spielprinzip ähnelt der beliebten Aufbau-Strategie, nur dass es in This War of Mine nichts mehr gibt, das aufgebaut werden könnte – alles ist zerstört. Dem Spieler bleibt nur, aus den Trümmern der Verwüstung die letzten Ressourcen herauszudestillieren und improvisierte Kreisläufe einzurichten, die seine kleine Gemeinschaft am Leben erhalten. Das ist ein verzweifelter Kampf um Selbstverständliches: Die Gruppe braucht Essen, Trinken, einen Platz zum Schlafen, sie muss sich gegen marodierende Plünderer zur Wehr setzen – und zwangsläufig selbst zu Plünderern werden.

Dabei gilt es in This War of Mine immer wieder, brisante moralische Entscheidungen zu treffen, deren Konsequenzen harte Einschnitte bringen und nicht selten auch den Tod eines Gruppenmitglieds zur Folge haben. Das schmerzt umso mehr, weil jedes Gruppenmitglied seine eigene Biografie und Persönlichkeit mitbringt – es stirbt nicht einfach eine namenlose Einheit, wie man es sonst aus Simulationen und Shootern kennt, sondern eine wirkliche Figur mit Gesicht und Individualität, ein weiterer Rest Zivilisation.

In This War of Mine geht es nicht darum, zu gewinnen, es geht nur ums Überleben. Wirkliche Erfolgserlebnisse gibt es nicht, der Spieler muss sich vielmehr zwischen mehreren Übeln entscheiden und das Unvermeidliche hinauszögern. Das drückt aufs Gemüt und zehrt an den Nerven. Bei der Produktion des Spiels wurde der polnische Entwickler 11 Bit Studios von Veteranen unterstützt, deren Erfahrungen dabei halfen, ein Gefühl für den wahren Schrecken des Krieges zu vermitteln – abseits aller aufgesetzten Heldenhaftigkeit sonstiger Kriegsspiele.

Guides
Vor 3 Jahren
Trailer
Systemanforderungen

Minimale Systemanforderungen:

  • Prozessor: Intel Core 2 Duo 2.4 / AMD Athlon X2 2.8 Ghz
  • RAM: 2 GB
  • DirectX: 9.0c
  • Grafikkarte: Geforce 9600 GS / Radeon HD4000, Shader Model 3.0, 512 MB
  • Festplatte: ?
  • Internet: Steam-Anbindung erforderlich

Empfohlene Systemanforderungen:

  • Prozessor: Intel Core 2 Quad 2.7 Ghz / AMD Phenom II X4 3 Ghz
  • RAM: 4 GB
  • DirectX: 9.0c
  • Grafikkarte: GeForce GTX 260 / Radeon HD 5770, 1024 MB, Shader Model 3.0
  • Festplatte: ?