In diesem Hearthstone Guide findet ihr 5 Tipps, die blutige Anfänger, aber auch Spieler, die nach langer Zeit wieder in Blizzards Sammelkartenspiel mitmischen wollen, davor bewahren sollen, direkt vor Frust wieder ihr Deck in die virtuelle Ecke zu schmeißen.

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Kapitel

1. Zeit kaufen oder nicht?

Hearthstone ist zwar kein Pay2Win-Game, wie vielfach fälschlicherweise behauptet wird, jedoch brauchen Spieler, die nicht seit der Beta oder zumindest seit Hearthstoone Classic dem Kartenspiel frönen sehr viel Geduld, um ohne den Einsatz von echtem Geld an die Karten zu kommen, die Sie für ein bis 2 richtig gute Decks benötigen.

Zwar ist es auf den Rängen 25 bis 20 im Ranglistenmodus natürlich noch möglich, mit Basis-Karten Siege einzufahren, wobei auch hier bereits die Spielmechaniken grundlegend beherrscht werden sollten, jedoch stößt man ab Rang 20 auf eine unsichtbare Wand in Form von Spielern, die, obgleich nicht immer fähig, über seltene, epische oder gar legendäre Karten verfügen, die um ein vielfaches besser sind, als die meisten Basis-Karten.

Das sorgt natürlich schnell für Frust bei denen, die Spiel um Spiel verlieren, weil ihnen bestenfalls ein paar Profikarten zur Verfügung stehen. Je nach Spielertyp gibt es für Anfänger 2 empfehlungen:

Wer Geduld hat, viele Niederlagen einstecken kann, die evtl. nicht seinem mangelnden Können geschuldet sind, und dem die Herausforderung, Hearthstone ohne Geldeinsatz zu meistern, Spaß bereitet, der wird zwar langsamer ans Ziel gelangen, sich jedoch über jede neue passende Karte freuen und langfristig in Hearthstone eine tolle Beschäftigung sehen, jedoch auf absehbare Zeit höchstens mit einem einzigen Deck (Low Budget – Face-Hunter oder Zoo-Lock) erfolgreich in höheren Rängen mithalten können.

Wer hingegen keinerlei Geduld hat, eine niedrige Frustrationstoleranz oder wer direkt von Null auf 100 in Turnieren durchstarten möchte (letzteres gilt besonders für Wiedereinsteiger, die mit den Kartenmechaniken bereits sehr gut vertraut sind) für den empfiehlt es sich in der Tat, Kartenpacks zu Kaufen, um entweder direkt – oder durch den Einsatz von Arkanstaub – sich 1 bis 2 „perfekte“ Kartendecks erstellen zu können. Es sei jedoch angemerkt, dass auch ein nur vor legendären Karten starrendes Deck einem blutigen Anfänger nur gegen andere Anfänger einen direkten Vorteil verschafft. Gegen eingespielte Profis kommt man ohne Talent und Intuition nicht weiter. 10 bis 20 Kartenpacks sollten es mindestens sein, um einen ersten Grundstock aufzubauen.

2. Welche legendäre Karten zuerst craften?

Wer etwas ältere Guides oder Empfehlungen zu Hearthstone durchließt, der wird oft auf Ragnaros und Ysera stoßen, wenn es um die Frage geht, welche legendäre Hearthstone-Karte man sich zuerst craften sollte, da diese beiden Karten einen sehr guten und garantierten Effekt bieten. Ragnaros wird jedem Fall einmal 8 Schaden verursachen und Ysera in jedem Fall eine Karte ziehen. Beide Karten sind nach wie vor gut, jedoch im aktuellen Meta Game, welches vielfach auf schnelle, aggressive Spielweisen setzt, aufgrund ihrer hohen Manakosten nicht mehr so häufig vertreten.

Hinweis:Die besonders für Anfänger geeigneten Rush-Deck-Typen Zoo-Lock und Face-Hunter kommen übrigens komplett OHNE legendäre Karten aus!

Legt man das aktuelle Meta Game von Hearthstone zugrunde und die Möglichkeit der Verwendung einer Karte in möglichst vielen Decks (was klassenspezifische legendäre Karten bereits ausschließt, so kann man folgende 2 legendären Karten Anfängern ans Herz legen:

Dr. Boom: Mit 7 Mana noch dem mittleren Spielabschnitt (Mid-Game) zuzurechnen und von unschlagbarem Wert. Ein (7/7) Diener + zwei (1/1) Diener, die nochmals jeweils 1 bis 4 Schaden verursachen und aufgrund der Tatsache, dass sie Mechs sind, auch noch Synergien in Mech-Decks aufweisen können. Mehr Wert kann man in Hearthstone ohne die Nutzung von Synergien nur sehr schwer erzielen.

Sylvanas Windläufer: 6 Mana und einen Körper von (5/5) sowie einen Todesröcheln-Effekt, der einen zufälligen feindlichen Diener auf die eigene Seite des Spielbretts zieht. Eine Karte, die es vermag den Spielfluss des Gegners in einer entscheidenden Phase zu unterbrechen und ihn oft nötigt, eigene Diener auf dem Feld zu opfern oder zwingt seine Taktik zu ändern.

3. Null Chance in der Arena

Im Arena-Modus von Hearthstone war es zu Beta- und Classic-Zeiten sehr gut möglich, wenn man bereits ein großes Spielverständnis besaß, häufiger mit 9 und nach der Anhebung des Sieglimits mit 12 Siegen die Arena als strahlender Held zu verlassen und sehr viel Gold, Arkanstaub und Karten mit nachhause zu nehmen. Selten fuhr man weniger als 4-5 Siegen ein.

Spätestens seit der Erweiterung Goblins gegen Gnome, wo sich in Hearthstone immer weniger Anfänger und Semi-Profis tummeln, wurde es immer schwieriger, in der Arena eine hohe Siegquote zu erreichen.Viel zu häufig trifft man heutzutage auf Mitspieler, die nicht nur gute Arena-Decks besitzen, sondern mitunter dann auch das Glück auf ihrer Seite haben. Selbst mit Traum-Decks kommt man in der Arena mitunter über 6 bis 7 Siege nicht mehr hinaus. Das Maximum von 12 Siegen ist für Anfänger, aber auch für passionierte Langzeitspieler ohne guten Draht zu Fortune, eigentlich ausgeschlossen. Vielfach sind 3 Siege für Anfänger schon ein sehr gutes Ergebnis.

Da man bei 150 Gold Einsatz jedoch immer eine Kartenpackung im Wert von 100 Gold, sowie zusätzlich noch etwas mehr Gold, Arkanstaub oder eine Karte erhält, selbst wenn man nicht ein einziges Spiel in der Arena gewonnen hat, so kann man Anfängern trotzdem ans Herz legen, sich in der Arena auszuprobieren, gerade auch um Erfahrung mit bislang unbekannten Karten oder unbekannten Spielzügen zu machen. Der Lerneffekt ist trotz teilweise als „unfair“ empfundenen Niederlagen hoch!

Einen ausführlichen Arena-Anfängerguide gibt es auf Hsfans.de

4. Net-Decking ist keine Schande

Als Net-Deck bezeichnet man in Hearthstone eine Kartenzusammenstellung, die einfach von einem anderen Spieler kopiert wurde. Vielfach sind „Net-Decker“ verpönt, doch ab dem Punkt, wo in Hearthstone ein Spieler aus dem Vollen, also aus allen nur erdenklichen Karten wählen kann, gibt es einfach Zusammenstellungen, die anderen überlegen sind und bei denen man dumm wäre, den Vorteil nicht zu nutzen. Da Anfänger davon jedoch noch weit entfernt sind, gibt es einen anderen guten Grund, solche Deck-Kopien von erfahrenen Spielern zu kopieren, bei denen die Spielweise – meist sogar gegen bestimmte Klassen oder Decktypen – in Youtube-Video-Guides oder schriftlichen Guides gezeigt wird.

Für Anfänger sind solche Net-Decks also alleine schon aus dem Grund gut, weil sie oft die einzige – oder eine von wenigen – erfolgversprechendsten Spielweisen mit einer Klasse darstellen.

Ein weiterer guter Grund, der für das Verwenden von Net-Decks spricht ist der, dass man so sich er sein kann, ein funktionierendes Deck zu verwenden. Versucht man aus eigener Erfahrung Klug zu werden, ist dies zwar ehrbar, jedoch nicht sehr Zielführend, wenn man aufgrund der noch kleinen Karten-Sammlung oft gar keine Alternativen zu einer oder mehreren Karten im Deck testen kann.

Zusätzlich bieten Net-Decks Anfängern die Chance, durch die erhöhten Siegchancen (gegenüber einem eigenen, völlig frei gestalteten Deck) sich Gold zu erarbeiten, welches dann den schnelleren Aufbau weiterer Decks ermöglicht, bis ein gesunder Kartenstock überhaupt eigene Deck-Experimente zulässt, während man obendrein noch die notwendige Spielpraxis sammelt.

5. Lust, Frust und Geduld auf dem Weg zur Legende

Ihr hämmert wie wild auf eurer Tastatur, stoßt Flüche und Verwünschungen aus, spamt Emotes, bis der Finger qualmt und schreit: „nie wieder Hearthstone“, nur um euch 2 Stunden später wieder einzuloggen? Dann seid ihr eventuell auf dem Weg zum legenden Rang in Hearthstone, der seeeeeeeeeeeehr lang werden kann. Frust, Hass, Wut, aber auch Freude, Vergnügen und Genugtuung – die gesamte Bandbreite des Gefühlsspektrums werdet ihr auf dieser Reise erleben, egal ob ihr noch auf Rang 18 festhängt oder schon auf Rang 5. Letztendlich müsst ihr euch immer vergegenwärtigen: es genügen 51% gewonnene Spiele, um ganz oben anzukommen.

Mit anderen Worten: ihr braucht einfach nur Geduld. Wenn ihr euch als festes Ziel gesetzt habt, zur Legende in Hearthstone zu werden und so den einzig aussagekräftigen „goldenen Kartenrücken“ zu erhalten, werdet ihr es schaffen, auch wenn ihr mit der Welt hadert, weil eine Niederlagenserie einen von Rang 1 auf 5 zurückgeworfen hat.

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